Projekt

Kanalhafen Frankenthal

Das ehemalige, im 17. Jahrhundert erbaute Hafenbecken liegt im Osten der Stadt, nahe der früheren Stadtmauer. 1875 wurde die in Frankenthal gegossene und 26 t schwere Kaiserglocke des Kölner Doms auf einem der Kanalschiffe zum Rhein transportiert. 

Der von Ost nach West verlaufende Kanal war 4467 m lang, 8 bis 19 m breit und 2 m tief und mündete an der Stelle des heutigen Nordhafens der BASF in den Rhein. Das Hafenbecken war 95 m lang (von West nach Ost) und 48 m breit, in das früher die Bäche Fuchsbach und Isenbach mündeten. Die Stirnseite des Beckens aus massiven Sandsteinquadern war die westliche Kaimauer, die heute noch erhalten ist. 

Als „Bürgerprojekt Kanalhafen“ begann 2007 die Umgestaltung des Hafenbeckens und endete November 2009. Unser Lichtplanungsauftrag sah vor, neben den notwendigen Sicherheitsaspekten die Erkennbarkeit der gesamten Architektur zu erleichtern.  Dazu gehören die beiden heute trockenen Kanalröhren, die Sandsteinwände sowie Treppenaufgänge und die Stiftertafel, die heute an den Initiator Kurfürst Carl Theodor erinnert.

Unser Konzept: Die beiden Kanalröhren leuchten in strahlendem Blau, Architekturelemente wie Treppen und Sandsteinwände in warmem Weiß. Blaues LED-Licht umflutet das große, aus Holz gebaute Spielboot wie eine Wasserfläche.  Mast und Holzdecks leuchten ebenfalls in Weiß.

Lichtdesign: Andrea Nusser lighting & interior design/Geisenheim mit Henn-PlanungsWerkstatt/Karlsruhe